Baugesellschaft

Wienerwald Tunnel

Der Wienerwaldtunnel stellt ein wesentliches Teilstück der Eisenbahnneubaustrecke zwischen Wien und St. Pölten dar. Die Überlagerung über die Tunnelfirste variiert im Verlauf des ca. 13 km langen Tunnels zwischen 6 m und 190 m. Der Trassenverlauf führt durch Schichten aus Schluffstein, Ton, Sandstein und Mergelstein. Das längste Teilstück besteht aus zwei 10,77 km langen parallelen eingleisigen Tunnelröhren, die mit zwei Tunnelbohrmaschinen (Schilddurchmesser 10,70 m) aufgefahren wurden.

Der in konventioneller Bauweise hergestellte Bauabschnitt beinhaltet neben dem 2.356 m langen zweigleisigen Tunnel noch 3 Stollen, 2 Schächte und einen Notausstiegsschacht. Zur Minimierung der Setzung sind zu Beginn der Strecke Ulmenstollen aufgefahren worden. Der Ausbau erfolgte mittels Abdichtung und Stahlbetoninnenschale. Das gesamte Ausbruchsmaterial der TVM Strecke wurde auf einer ca. 10 km langen Freilandstrecke als Schüttmaterial in Bahndämmen sowie in die vorher zu sanierende Hausmülldeponie Taglesberg eingebaut. Insgesamt waren ca. 2 Millionen m³ Ausbruchsmassen zu verarbeiten.